Venere tenta di trattenere Adone dalla caccia
Corrado Giaquinto (Napoli, 1703 - Napoli, 1765)
Corrado Giaquinto
(Neapel, 1703 – Neapel, 1765)
Venus versucht, Adonis von der Jagd abzuhalten
Öl auf Leinwand
131 x 100 cm
Mit bedeutendem Rahmen aus der Entstehungszeit (Mängel, kleine Fehlstellen) 152 x 118 cm.
Mit bedeutendem Rahmen aus der Entstehungszeit (Mängel, kleine Fehlstellen) 152 x 118 cm.
Das hier vorgestellte Werk illustriert den Mythos von Venus und Adonis, eines der beliebtesten mythologischen Motive der Kunst, insbesondere im Barock: Entnommen aus dem Gedicht „Metamorphosen“ des lateinischen Dichters Ovid (X, V. 525–559), verkörpert es perfekt die Sensibilität der Epoche für Themen von hoher emotionaler Intensität, mit einer perfekten Verbindung aus starken Leidenschaften und Sinnlichkeit, gepaart mit einer intensiven dramatischen Kraft.
In unserem Fall wird von der Leidenschaft erzählt, die dank eines von Cupido abgeschossenen Pfeils zwischen Venus, der Göttin der Schönheit und der Liebe, und dem wunderschönen jungen sterblichen Jäger Adonis entfachte. Trotz der Warnungen der Göttin vor den Gefahren des Waldes beschließt Adonis dennoch, sich auf eine Jagd zu begeben, bei der er von einem Wildschwein tödlich verwundet wird, das der Gott Mars, eifersüchtig auf ihre Verbindung, geschickt hat.
Das Gemälde zeigt uns nicht den tragischen Ausgang, sondern konzentriert sich stattdessen auf den Moment davor, nämlich auf den vergeblichen Versuch der Venus, den jungen Jäger zurückzuhalten, bevor er seinem tragischen Schicksal entgegengeht.
Wunderschön ist das Detail, in dem der kleine Amor dargestellt ist, wie er sich verzweifelt die Hand vor das Gesicht hält, als ahne er, dass die Liebe zwischen den beiden bald enden wird: In einer Hand hält er eine brennende, aber auf den Kopf gestellte Fackel, ein kraftvolles Symbol klassischer Herkunft, das mit unglücklicher Liebe und dem bevorstehenden Ende irdischer Freuden assoziiert wird.
Es handelt sich um ein qualitativ bedeutendes Werk, das dem italienischen Maler Corrado Giaquinto
(Neapel, 1703 – Neapel, 1765) zugeschrieben wird, einem der führenden Vertreter der europäischen Malerei des 18. Jahrhunderts, und das unserer Einschätzung nach um 1740–1750, also in der Zeit seiner vollen Reife, entstanden ist.
Das Gemälde ist in der Tat eine symbolträchtige Synthese des Stils des Meisters in dieser Schaffensphase, in der er sich von der Eleganz und Leichtigkeit des Rokoko inspirieren ließ, dabei jedoch die Erhabenheit des italienischen Spätbarocks bewahrte, die sich durch einen weichen Pinselstrich auszeichnet, der den Figuren eine fast ätherische Anmut verleiht.
Die Szene zeichnet sich durch ein starkes Gefühl von Bewegung und Energie sowie eine ausgeprägte kompositorische Theatralik aus, die auf die neapolitanische Ausbildung des Malers zurückzuführen ist und durch den Einsatz einer lebendigen, an warmen und goldenen Tönen reichen Farbpalette zum Ausdruck kommt; auch der meisterhafte, fast metaphysische Umgang mit dem Licht, das die Körper sanft modelliert, verbunden mit der geschwungenen Bewegung der Figuren, sind die unverkennbaren Merkmale des Künstlers in der genannten Schaffensphase.
Wie oft in anderen Kompositionen des Malers wird der Bildraum geradezu als echte Theaterbühne konzipiert, geprägt von Dynamik und emotionaler Kraft; die Szene wird von einem imposanten roten Vorhang eingerahmt, der oben links hängt und teilweise von einem Amorino gehalten wird, was dieses Konzept unterstreicht und das Geschehen wie in einem Opernbühnenbild einrahmt.
Auch die nächtliche Kulisse, ein Merkmal, das wir häufig in seinen Werken sehen, spielt eine entscheidende Rolle, mit der Absicht, der Geschichte zusätzliche emotionale Wirkung zu verleihen und in unserem Fall vor der Gefahr zu warnen.
Um unsere Zuschreibung zu untermauern, können wir das vorgeschlagene Gemälde mit den folgenden Werken mit mythologischem Sujet von Giaquinto vergleichen, in denen wir stilistische und kompositorische Parallelen finden können:
Abb. 1 – C. Giaquinto, Der Tod des Adonis, Villa della Regina, Turin
Abb. 2 – C. Giaquinto, Venus überreicht Aeneas die Waffen, Quirinalspalast, Rom
Abb. 3 – C. Giaquinto, Aeneas und Dido, vom Sturm überrascht, Palazzo del Quirinale, Rom
Abb. 4 – C. Giaquinto, Odysseus und Diomedes im Zelt des Reso, Städtische Gemäldegalerie, Bari
Abb. 5 – C. Giaquinto, Judith und Holofernes, Provinzmuseum Palazzo Argento, Lecce

WEITERE INFORMATIONEN:
Das Gemälde ist mit einem ansprechenden vergoldeten Rahmen versehen und wird mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte geliefert.
Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Kunstwerke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.
Sollten Sie den Wunsch haben, dieses oder andere Werke persönlich zu besichtigen, heißen wir Sie gerne in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, Viale Giuseppe Canella 18, willkommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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