Susanna e i vecchioni
Giovanni Segala (Venezia 1663 - Murano 1720)
Giovanni Segala
(Venedig 1663 - Murano 1720)
Susanna und die Alten
Öl auf Leinwand
155 x 127 cm.
mit Rahmen 174 x 146 cm.
Dieses sehr ansprechende Gemälde von beachtlicher Größe illustriert die Geschichte von Susanna, die im Alten Testament (Daniel, XIII) erzählt wird: Als treue Ehefrau eines reichen Juden wird sie beim Baden im Garten ihres Palastes von zwei lüsternen alten Richtern belästigt, die ihr drohen, sie als untreu zu denunzieren, wenn sie ihnen nicht ihre Gunst gewährt.
Die Frau gibt der Erpressung nicht nach und stellt sich dem Urteil wegen der falschen Anschuldigungen des Ehebruchs. Kurz vor ihrer Steinigung wird sie vom Propheten Daniel gerettet, hinter dessen Eingreifen sich ein göttliches Eingreifen verbirgt, das die beiden alten Männer als Lügner entlarvt.
Wir sehen hier den Moment, in dem die beiden Männer hinter der jungen, leicht bekleideten Frau erscheinen, die voller Erstaunen versucht, ihre Nacktheit mit ihrem Arm und einem weißen Tuch zu verbergen, was auf ihre Reinheit anspielt.
Das ikonografische Thema „Susanna und die Alten”, das offenbar moralistische Absichten hatte, wurde ab dem Barock wegen seiner offensichtlichen erotischen Implikationen, die durch den biblischen Ursprung gekonnt verschleiert wurden, und wegen der darin enthaltenen Verherrlichung der ehelichen Treue und Keuschheit sehr beliebt.
Die Darstellung der halbnackten Susanna war daher oft ein Vorwand, um den Wunsch der Auftraggeber nach weiblichen Aktmotiven zu befriedigen: Wunderschön ist hier die Drehung ihres Körpers, gemalt wie ein nackter, aber unschuldiger Jubel aus weißem und üppigem Fleisch.
Das Gemälde ist ein Werk des venezianischen Malers Giovanni Segala (Venedig 1663–1720), der zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Vertreter der venezianischen Malerei an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert galt.
Mit seinen hellen Farben und seiner elegant ruhigen Malerei mit großen samtigen Flächen war er ein Vorläufer der venezianischen Malerei des frühen 18. Jahrhunderts: Nach einer ersten Ausbildung bei Pietro Vecchia waren Antonio Bellucci und Gregorio Lazzarini seine Inspirationsquellen.
Ende der 1680er Jahre erlangte er solchen Ruhm und Ansehen, dass er von den Markgrafen Von Platen für die Ausschmückung des Schlosses Linden in Hannover in Deutschland engagiert wurde, wo er einige Werke schuf, die heute im Historischen Museum derselben Stadt aufbewahrt werden.
Die Merkmale des Werks, ein perfektes Beispiel für seinen Stil, lassen uns vermuten, dass es aus einer fortgeschrittenen Phase seiner Karriere stammt, in der er eine zarte Farbpalette bevorzugte, die auf hellen und leuchtenden Tönen sowie transparenten Farben und einer gedämpften Leuchtkraft basierte.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Das verkaufte Werk wird durch einen ansprechenden Rahmen ergänzt und mit einem Echtheitszertifikat und einer Garantie geliefert.
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