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San Sebastiano

Andrea del Sarto (Firenze, 1486 - Firenze, 1531) Bottega

Andrea del Sarto
(Florenz, 1486 – Florenz, 1531)
Werkstatt

Der heilige Sebastian

Öl auf ovaler Holztafel

69 x 90 cm.
Im Rahmen 105 x 84 cm.

D26-188 € 9.500 Informationen anfordern

Der in diesem prächtigen Gemälde dargestellte Heilige Sebastian greift detailreich die berühmte Komposition des florentinischen Meisters Andrea del Sarto aus dem Jahr 1529 auf, die ursprünglich als Altarbild für die Compagnia di San Sebastiano in Florenz konzipiert wurde. Das Werk ist heute als „San Sebastiano Medici“ bekannt, da es historisch zur Sammlung der Familie Medici gehörte.

Im Gegensatz zu den traditionellen Darstellungen des 15. Jahrhunderts, in denen der Heilige an einen Pfahl gefesselt und von zahlreichen Pfeilen durchbohrt gezeigt wird, ist sein Körper hier unversehrt und weist keine Wunden auf, wodurch der Fokus auf eine rein spirituelle Dimension gerichtet wird.

Die Attribute des Heiligen sind auf das Wesentliche reduziert: zwei Pfeile in der rechten Hand, die er anmutig hält, und die Palmetta des Martyriums in der linken Hand, die den Bildraum aufteilen und die Aufmerksamkeit auf die spürbare asketische Anspannung des Gesichts lenken, dessen Augen in göttlicher Kontemplation nach oben gerichtet sind.

Der Heilige wird in jugendlicher Schönheit idealisiert, aus der sein Zustand der Ekstase hervorgeht, und vermittelt dem Betrachter ein Beispiel für absolute Hingabe und Glauben: Seine Darstellung überwindet den körperlichen Schmerz und erhebt ihn zu einer Gestalt des geistigen Triumphs.

Der nackte, unbehaarte Oberkörper hebt eine angespannte, wohlgeformte und akademische Muskulatur hervor, die aus der Tiefe der darunterliegenden Dunkelheit hervortritt und von einem streifenden Licht durchflutet wird – typisch für das anatomische Studium der reifen Renaissance und die manieristischen Einflüsse im Stil Michelangelos.

Das Licht trifft auf die rechte Schulter und den Hals und erzeugt einen sanften Kontrast zu dem Schatten, der die linke Körperhälfte und den Hintergrund umhüllt – ein Stilmerkmal, das sich aus dem „Sfumato“ Leonardos ableitet, das Andrea del Sarto meisterhaft beherrschte.

Der nach oben gerichtete Blick, über dem sich eine wallende, lockige Haarpracht abhebt, sowie sein schlanker, aber harmonischer, fast epheberhafter Akt mit der zugleich stolzen und ungezwungenen Haltung wecken den Eindruck des „David“ von Raffael.

Es handelt sich um ein Werk von starker devotionaler Wirkung, dessen Komposition dank verschiedener zeitgenössischer Nachbildungen und Ableitungen von höchster Qualität, wie der hier vorgestellten, bekannt ist.

Die dokumentierten sind die folgenden **:
(1) Andrea del Sarto (Anhänger) – Der Heilige Sebastian – Musée des Beaux-Arts de Caen
(2) Andrea del Sarto (Manier) – Der Heilige Sebastian – Spedale degli Innocenti, Florenz
(3) Andrea del Sarto (Werkstatt) – Der Heilige Sebastian – Auktion bei Christie’s London, 6. April 1984, Nr. 2
(4) Andrea del Sarto (Umkreis) – Der Heilige Sebastian – Öl auf Holz, 93,5 × 61 cm – Auktion bei Christie’s Paris, 26. Juni 2002, Nr. 29

Die offensichtliche Qualität unseres Gemäldes legt die Zuschreibung an einen talentierten Maler aus dem toskanischen Umfeld nahe, der zweifellos noch im 16. Jahrhundert tätig war und somit ein Zeitgenosse von Andrea del Sarto ist: Es handelt sich nicht um eine spätere Nachahmung, sondern um ein Werk, das zur Zeit des Meisters selbst entstanden ist, vermutlich von einem Künstler, der seinem renommierten Atelier nahestand.

Auch wenn es nicht leicht ist, innerhalb der produktiven Schule des Meisters die Hand eines bestimmten Künstlers zu identifizieren, nimmt das vorliegende Gemälde aufgrund seiner edlen florentinischen Machart einen herausragenden Platz ein. Diese zeigt sich in der Sicherheit der Zeichnung, der Beherrschung der anatomischen Gestaltung, der Plastizität der Figur und der zarten, geheimnisvollen Ausdruckskraft des Heiligen, was das Werk zu einem äußerst interessanten Gesamtbild macht.

Die Aufmerksamkeit für die realistische Darstellung der Gesichtszüge und Emotionen, der gekonnte Einsatz von Licht und Schatten sowie die tiefgreifende Kenntnis und Neuinterpretation der Vorbilder der italienischen Renaissance-Malerei sind die Merkmale, die wir in unserem schönen Exemplar wiederfinden.


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WEITERE INFORMATIONEN:

Das Gemälde ist mit einem ansprechenden vergoldeten Rahmen versehen und wird mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte geliefert.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Kunstwerke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Sollten Sie den Wunsch haben, dieses oder andere Werke persönlich zu besichtigen, würden wir uns freuen, Sie in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, Viale Giuseppe Canella 18, begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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