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Salomé con la testa del Battista

Bernardino Campi (Cremona 1522 - 1591)

Bernardino Campi (Cremona 1522–1591)

Salome mit dem Haupt des Johannes des Täufers

Öl auf Leinwand
101 x 76 cm.
Mit Rahmen 118 x 94 cm.

Herkunft: Templum Fine Art Auctions, Barcelona (Spanien), 9.10.2024, Los 65 (Bernardino Campi, zugeschrieben), Schätzpreis 40.000/50.000 EUR*
Privatsammlung, Barcelona

D26-220 € 16.000 Informationen anfordern

Das hier angebotene wertvolle Gemälde stellt die biblische Episode „Salome mit dem Kopf des Heiligen Johannes des Täufers“ dar und ist dem italienischen Maler Bernardino Campi (Cremona 1522 – 1591) zuzuschreiben, einem der charakteristischsten Vertreter des Manierismus in Norditalien, wobei es den typischen Stil der Cremoneser Schule des 16. Jahrhunderts widerspiegelt.

Das Werk erstreckt sich über eine Leinwand von großzügigen Ausmaßen, was eine monumentale Darstellung der halbfiguren Figuren in einer theatralischen Atmosphäre ermöglicht, die reich an psychologischen Details ist.

Die wunderschöne jüdische Prinzessin Salome, dargestellt mit den Zügen einer typischen aristokratischen Schönheit der Renaissance, hält triumphierend ein Silbertablett empor, bereit, von der Wache den abgeschlagenen Kopf des Heiligen Johannes des Täufers entgegenzunehmen. Wie in der Bibelstelle aus Matthäus (14,1–11) geschildert, erhielt sie – auf Veranlassung ihrer Mutter Herodias – den Kopf als Belohnung von König Herodes, der von dem sinnlichen Tanz verzaubert war, den sie ihm während eines zu seinen Ehren veranstalteten Banketts darbot.

Betrachtet man nun die Komposition, so fällt die sorgfältige Gestaltung auf, die mit starken visuellen und farblichen Kontrasten spielt: Insbesondere dominiert Salome die Szene mit einer Haltung, die Anmut und Distanziertheit vereint, in einem Gewand aus kostbaren Stoffen aus schillerndem rosa Samt, verziert mit Perlen um den Hals und einer fein geflochtenen Frisur.

Ihm gegenüber steht die mächtige Gestalt des Wächters, der eine prächtige, das Licht reflektierende Metallrüstung in Lapislazuli-Blau trägt, kombiniert mit einem ockerfarbenen Fransrock, wie er für die „antiken“ Darstellungen römischer Soldaten in der Renaissance typisch ist.

Das faszinierendste Element des Gemäldes, das von großer malerischer Raffinesse zeugt, ist das stille Wechselspiel der Blicke und gegensätzlichen Haltungen der beiden Figuren sowie die physiognomischen Kontraste ihrer Gesichter: Diese stilistische Entscheidung verwandelt die Szene in eine psychologische Begegnung von starker emotionaler Intensität.

Die Frau, wunderschön und mit fast engelhaften Zügen, blickt nicht entsetzt auf die makabre Trophäe, sondern wendet ihren Blick stattdessen dem Wächter zu, fast als suche sie dessen Komplizenschaft, während sie das Tablett mit aristokratischer Kühle hält. Der Soldat hingegen betrachtet sie mit einem strengen, aber zutiefst menschlichen, mitfühlenden Ausdruck, während er die tragische Trophäe darreicht.

Aus stilistischer Sicht stellt unsere Salome einen bedeutenden Meilenstein im Schaffen von Bernardino Campi (Cremona 1522–1591) dar – ein perfektes Beispiel für seine Malerei, die sich an einer intellektuellen, eleganten und raffinierten manieristischen Bildsprache orientiert und stark von den geschwungenen Linien des Parmigianino sowie der Plastizität der Figuren des Correggio geprägt ist.

Vergleicht man andere Werke des Malers und betrachtet man insbesondere die Gesichter seiner weiblichen Figuren, so lassen sich präzise stilistische Gemeinsamkeiten erkennen: idealisierte, porzellanartige Züge und eine formale Glätte, die diese Porträts zu Archetypen eisiger aristokratischer Schönheit macht. Zum Vergleich seien hier die Gesichter in „Santa Cecilia und Santa Caterina“ in der Kirche San Sigismondo in Cremona (Abb. 1), das der „Maddalena“ in der Art Gallery of New South Wales in Sydney (Abb. 2) und schließlich das der Salome in der „Enthauptung Johannes des Täufers“ in der Kathedrale von Cremona (Abb. 3, Detail) genannt.

Das Thema der „Enthauptung Johannes des Täufers“ wurde von der Werkstatt Campi mehrfach aufgegriffen, und Bernardino selbst schuf neben dem soeben erwähnten Werk auch ein Gemälde, das heute im Diözesanmuseum von Mailand aufbewahrt wird (Abb. 4).

Auch wenn sich diese Werke stets voneinander unterscheiden, lässt sich in ihnen eine Komposition erkennen, die in großem Umfang auf grafische Vorlagen und Vorzeichnungen zurückgreift, die innerhalb der Werkstatt im Umlauf waren. Die Figur des Wächters und die Profilhaltung mit ausgestrecktem Arm, die fast an ein antikes Relief erinnert, sind geometrisch-anatomische Schemata, die in Bernardinos Skizzenbüchern immer wieder auftauchen und dazu dienen, die weiche Geschmeidigkeit der weiblichen Figuren im Vordergrund auszugleichen.

Ein „Markenzeichen“, das untrennbar mit Bernardinos Schaffen verbunden ist, ist zudem seine ausgeprägte Vorliebe für eine reichhaltige, lebendige und intensiv leuchtende Farbpalette: von der Metallrüstung des Soldaten mit ihren hyperrealistischen Reflexen über die schillernden Lichtspiele der Stoffe bis hin zur kalten Oberfläche des Silbertellers – all dies zeugt von einer technischen Meisterschaft, die Campi häufig als virtuoses Stilmittel einsetzte, um die Szene zu erhellen.

Ein weiteres faszinierendes Detail, das wir auch in anderen seiner Werke wiederfinden (vgl. Abb. 2), ist der Blickwinkel in der Ecke – in unserem Fall oben rechts –, wo eine simulierte Öffnung eine bewaldete Landschaft zeigt, in der man eine belebte Szene mit Johannes dem Täufer am Ufer des Jordans erahnen kann; dieser für den Manierismus typische visuelle Kunstgriff des „Bildes im Bild“ verleiht nicht nur räumliche Tiefe, sondern spielt auch auf die Ereignisse an, die der Entstehung des Werks vorausgingen.


WEITERE INFORMATIONEN:

Das Werk ist mit einem ansprechenden Rahmen versehen und wird mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte geliefert.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.
Es besteht auch die Möglichkeit, das Gemälde in unserer Galerie in Riva del Garda zu besichtigen; wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu dürfen, um Ihnen unsere Sammlung zu präsentieren.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich für weitere Informationen.

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