Ritratto di Marie Thérèse de Bourbon (Parigi, 1666 – 1732), Principessa de Conti
Nicolas Fouché (Troyes, 1653 - Parigi 1733)
Nicolas Fouché oder Foucher (Troyes, 1653 – Paris, 1733), ihm zugeschrieben
Porträt von Marie Thérèse de Bourbon (Paris, 1666 – Paris, 1732), Prinzessin von Conti
Öl auf Leinwand
73 x 59 cm.
In vergoldetem Rahmen 88 x 74 cm.
Das junge und anmutige Mädchen, das auf diesem Gemälde dargestellt ist, ist die französische Prinzessin Marie-Thérèse de Bourbon-Condé (1666 – 1732), die nach ihrer Heirat mit Franz Ludwig von Bourbon-Condé auch als Prinzessin von Conti bekannt wurde.
Als direktes Mitglied der französischen Königsfamilie wurde sie in Paris als Tochter von Heinrich III. Julius von Bourbon-Condé (Prinz von Condé) und Anna Henriette von der Pfalz geboren.
Die wunderschöne Adlige ist hier von hinten verewigt, wobei ihr Oberkörper gedreht ist und ihr Blick direkt auf den Betrachter gerichtet ist. Wir bewundern ihre zarten Gesichtszüge, die sich durch einen schimmernden Teint und leicht gerötete Wangen auszeichnen – ein Effekt des Rouge, der ihre großen, dunklen Augen besonders hervorhebt.
Ihr braunes, lockiges Haar ist zu einer aufwendigen Frisur gestylt, wie sie für den französischen Hof jener Zeit typisch war, und mit einem roten Band verziert, das zwischen den Haarsträhnen verknotet ist, wobei eine lange, weiche Locke über die linke Schulter fällt.
Die Prinzessin trägt ein Kleid aus glänzender weißer Seide mit tiefem Ausschnitt, das das Licht lebhaft reflektiert und weiche Faltenwürfe erzeugt; es verfügt über weite Ärmel und einen großzügigen Ausschnitt und wird an der Taille von einem hellblauen Band umgürtet. Der Ärmel ist an der Schulter durch eine kostbare dunkle Spange – möglicherweise ein Kameo – fein gerafft und endet am Oberarm mit Stickereien aus feinster Spitze.
Wie es bei den Damen des Hochadels von großer Schönheit oft der Fall war, wurde sie zwischen dem Ende des 17. und dem Beginn des 18. Jahrhunderts zum Motiv der berühmtesten Porträtmaler des französischen Hofes, darunter Nicolas de Largillière, François de Troy, Hyacinthe Rigaud und Pierre Mignard. Letzterer schuf 1691 ihr offizielles und vielleicht bekanntestes Porträt, das sich heute im Musée de Port-Royal befindet (Abb. 1).
Zu dieser illustren Liste von Namen gesellt sich der Name des Urhebers unseres Gemäldes, Nicolas Foucher (Troyes, 1653 – Paris 1733), ein herausragender Porträtmaler der französischen Schule des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts.
Er verbrachte den Großteil seiner Karriere in Paris, zunächst als Schüler und später als Mitarbeiter von Pierre Mignard, und übernahm von seinem Meister die grafischen Vorlagen mit jenen stilistischen Merkmalen, die sich durch große Anmut und Zartheit auszeichnen.
Foucher, der ebenfalls dafür bekannt ist, die Prinzessin porträtiert zu haben, wurde beispielsweise ein raffiniertes Dreiviertelporträt zugeschrieben, auf dem die Prinzessin ein blaues Kleid trägt und Gänseblümchen in der Hand hält (Abb. 2). Dieses Gemälde weist in Stil und Pose historische Ähnlichkeiten und Parallelen zu den grafischen Vorlagen Mignards auf, sodass die beiden Zuschreibungen auf dem Antiquitätenmarkt häufig verwechselt wurden.
Obwohl seine Werke relativ selten sind, zeugen sie von einer Beherrschung dekorativer Raffinesse, die sich – in Anlehnung an Mignard – von der monumentalen Strenge anderer Zeitgenossen (wie Charles Le Brun) abhebt und geschwungene Linien, sanfte Übergänge sowie eine äußerst fließende und seidige Darstellung der Stoffe bevorzugt.
Zum Vergleich sei das Porträt von Maria von Lothringen und ihrer jüngeren Schwester Charlotte von Lothringen (Abb. 3) erwähnt, bei dem die Züge der erstgenannten Porträtierten denen des hier betrachteten Gemäldes entsprechen: Wir finden darin die raffinierten Züge sowie die Gesichtshaltung wieder – im Dreiviertelprofil und leicht geneigt.
Fouchés Motive zeichnen sich in der Tat durch einen unverwechselbaren, äußerst anmutigen Klassizismus aus, der zu jener Zeit als „Mignardise“ (wörtlich „anmutig“ oder „grazil“) bekannt war, wobei die Gesichter idealisierte Züge, heitere Ausdrucksformen sowie helle und glatte Haut aufweisen, die darauf ausgelegt sind, der Pariser Aristokratie zu gefallen und ihr Ansehen zu erhöhen.
WEITERE INFORMATIONEN:
Guter Erhaltungszustand, vereinzelte kleine Restaurierungen und Retuschen.
Das Gemälde ist in einen reich verzierten, rechteckigen Rahmen aus vergoldetem Holz eingefasst, der fein mit Blumenmotiven, Girlanden und geometrischen Voluten an den Ecken geschnitzt ist.
Das Werk wird zusammen mit einem Echtheitszertifikat und einer beschreibenden ikonografischen Kartei verkauft.
Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.
Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen; wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können das Gemälde auch in unserer Galerie in Riva del Garda besichtigen; wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu dürfen und Ihnen unsere Sammlung von Kunstwerken zu präsentieren.
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