Re Davide suona l’arpa
Ignazio de Ríes (Siviglia 1612 - Siviglia 1661)
Ignazio de Ríes
(Sevilla, 1612 – Sevilla, 1661)
zugeschrieben
König David spielt Harfe
Öl auf Leinwand
137 x 102
Im Rahmen 150 x 112 cm.
In der Mitte der Leinwand erscheint die majestätische Gestalt einer der großen biblischen Figuren, König David, in einem Moment inniger Andacht: Seine geschickten Finger zupfen anmutig die Saiten einer Harfe, dem Instrument, mit dem er das Lob des Herrn sang, und lassen uns die Töne erahnen, die in der Luft schweben.
Sein Blick ist nach oben gerichtet, als würde er seine Inspiration direkt aus den himmlischen Sphären schöpfen: Der Überlieferung zufolge erfreute der König mit diesem Instrument nicht nur seinen Hofstaat, sondern hatte auch die mystische Kraft, quälende Geister zu vertreiben und der Seele Linderung zu verschaffen (wie es bei König Saul der Fall war).
Es ist das Porträt eines Königs, eines Dichters und eines Musikers, dessen Seele durch die Töne das Lob Gottes singt und einen eindrucksvollen und faszinierenden Einblick in die Verbindung zwischen Kunst, Glauben und Königtum bietet.
Wir sehen ihn in einer majestätischen Haltung dargestellt, die seine sprichwörtlichen Tugenden hervorhebt: die königliche Autorität (die Krone, die prächtigen, kostbaren Gewänder mit dem Hermelinmantel) und die Liebe zur Poesie in der Musik (die Noten im Buch und die kostbare, fein geschnitzte Leier).
Ein interessantes Detail sind die lesbaren Noten auf dem aufgeschlagenen Buch und der Satz „Laudate Dominum omnes gentes, laudate eum” (Lobt den Herrn, alle Völker, lobt ihn), der oft in den Psalmen und in der christlichen Liturgie vorkommt und auf ein universelles Lob Gottes hinweist, das sich auf die Figur des Königs David konzentriert, eine zentrale Figur des Alten Testaments, die von Gott geliebt wurde und die Verheißung eines ewigen Reiches erhielt.
Auch der Lorbeerzweig, den die Barockkunst gerne in ihre Porträts einfügte, erhöht seine intellektuelle und künstlerische Statur, da ihm die Tradition die Verfasserschaft der Psalmen zuschreibt und er daher oft als der „Dichter par excellence” der Bibel dargestellt wird.
Aus attributiver Sicht können wir dieses prächtige Gemälde in die schönste Tradition des spanischen Barocks des 17. Jahrhunderts einordnen, genauer gesagt in den Kreis von Francisco de Zurbarán, Protagonist des „Siglo de Oro” von Sevilla, einem wichtigen künstlerischen Zentrum, bekannt für seinen mystischen und strengen Stil, beeinflusst vom Realismus Caravaggios, und für seine feierlichen und monumentalen Gemälde großer religiöser Persönlichkeiten.
Sein Werk zeichnet sich durch einen sehr eklektischen Stil aus, durch die Verwendung von Hell-Dunkel-Kontrasten und durch eine beschreibende Technik, die großen Wert auf die Qualität der Details legt. Unser Gemälde ist ein perfektes Beispiel dafür, wenn man die Aufmerksamkeit betrachtet, die der Darstellung der Kleidung sowie den Schmuckstücken, die König David schmücken, gewidmet wurde, die alle zu einem Repertoire gehören, das häufig in den Werken von Zurbarán und seinem Kreis zu finden ist.
Insbesondere die Analyse der verschiedenen Details ermöglicht es uns, die Ausführung mit dem Sevillaner Ignacio de Ríes (Sevilla, 1612 – Sevilla, 1661) in Verbindung zu bringen, einem seiner talentiertesten Schüler, der in der Lage war, ein sehr hohes Qualitätsniveau zu erreichen.
Wir können unseren König David leicht mit anderen Porträts des Malers vergleichen, darunter der San Fernando (Ferdinand III. von Kastilien und León), der Ignacio de Ries zugeschrieben wird, um 1655-1665 datiert ist und sich derzeit im Rathaus von Sevilla befindet (Abb. 1, https://it.wikipedia.org/wiki/File:Rey_Fernando_III.jpg ), sowie das gleiche Motiv wie in unserem Bild, König David, das De Ries um 1650 malte und das sich heute im Prado-Museum in Madrid befindet (Abb. 2. https://www.museodelprado.es/coleccion/obra-de-arte/el-rey-david/163068e6-ff29-41c3-bbe7-fa0ce5e2b69.... ); beide Werke weisen bedeutende Ähnlichkeiten auf und beeindrucken durch die Feinheit und Qualität der Modellierung, die durch eine subtile Abstufung der Farbtöne und einen raffinierten Einsatz von Licht und Schatten erreicht wurde; bemerkenswert sind auch die anatomische Präzision und die emotionale Atmosphäre.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Restaurierungen und Übermalungen auf der Oberfläche vorhanden.
Die Bilder wurden mit einem Fotoset und professioneller Beleuchtung aufgenommen.
Das Werk wird komplett mit einem antiken Rahmen verkauft und ist mit einem Echtheitszertifikat und einer ikonografischen Beschreibung versehen.
Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland und organisieren diesen durch professionelle und versicherte Spediteure.
Das Gemälde kann auch in der Galerie in Riva del Garda besichtigt werden. Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen und Ihnen unsere Sammlung von Werken zu zeigen.
Bitte kontaktieren Sie uns unverbindlich für weitere Informationen.
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