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Fima - Federazione italiana mercanti d'arte

Paesaggio invernale con lago ghiacciato e pattinatori

Joseph van Bredael (Anversa 1688 – Parigi 1739) attribuibile

Joseph van Bredael
(Antwerpen 1688 – Paris 1739)
zugeschrieben

Winterlandschaft mit zugefrorenem See und Schlittschuhläufern

Öl auf Leinwand

98 x 98 cm.
Im Rahmen 112 x 112 cm.

D26-212 € 8.800 Informationen anfordern

Schauplatz dieser herrlichen Winterlandschaft ist ein vollständig zugefrorener See, ein regelrechter Stadtplatz, bevölkert von zahlreichen Figuren, die in ihrem Alltag dargestellt sind und der sie umgebenden Kälte keine Beachtung schenken.

Das Gemälde bietet somit einen wertvollen Einblick in die kältesten Jahreszeiten Nordeuropas zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert, in einer Epoche, die oft von extrem strengen Wintern geprägt war.

Winterlandschaften wie die vorliegende entwickelten sich zu einem eigenständigen Malereigenre und erreichten ihren Höhepunkt im Goldenen Zeitalter der Niederlande, in der Tradition von Pieter Brueghel dem Älteren, einem der Pioniere dieser verschneiten Landschaften bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Was diese Kompositionen verband und so faszinierend machte, war das Nebeneinander gegensätzlicher sozialer Schichten im selben Raum: Adlige und wohlhabende Bürger zeichnen sich durch ihre eleganten Gewänder mit weiten Mänteln und gefiederten Hüten aus und demonstrieren ihren Status auch auf dem Eis, während nicht weit von ihnen viele Bürgerliche die Szene vom Rand aus beobachten und die Kinder ringsum ausgelassen herumtollen.

Auch die Fortbewegungsarten auf dem Eis variierten je nach sozialer Schicht: vom prächtigen, in Schwanform geschnitzten Holzschlitten für das wohlhabende Liebespaar bis hin zu einem einfacheren Schlitten, der von einem Mann geschoben wurde, um eine darin sitzende Dame zu unterhalten.

Die Meister dieser Zeit waren auch geschickt darin, die Atmosphäre von Landschaften wiederzugeben. Auf unserem Gemälde beispielsweise, obwohl es auf einer realen Ansicht basiert, präsentiert sich die Szenerie in einem fast traumhaften Ambiente: Der imposante und dramatische Himmel ist voller rosafarbener Wolken, die das flache Licht des winterlichen Sonnenuntergangs reflektieren und die gesamte Szene in eine schwebende, stimmungsvolle Atmosphäre hüllen.

Bei der Betrachtung des Werks ist es interessant, auch scherzhafte Details zu entdecken, die der Szene Realismus und Komik verleihen sollen, wie etwa die Frau, die ungeschickt auf dem Eis ausgerutscht ist und nun im unteren Bereich nackt dasteht, was bei den Anwesenden Heiterkeit auslöst.

In der flämischen Genremalerei pflegten die Künstler das Leben des Volkes ohne idealisierende Filter darzustellen und zeigten dabei oft die alltäglichen Verhaltensweisen der bäuerlichen Klasse: Die Anwesenheit des sogenannten „Kakker“ (des Stuhlgangverrichtenden – in unserem Gemälde erscheint links abseits die Figur eines gebückten Mannes) ist ein groteskes Element, zugleich aber ein äußerst verbreitetes satirisches Stilmittel, das von den Sammlern jener Zeit geschätzt wurde.

Aus attributiver Sicht lässt sich unser Gemälde dem Werkverzeichnis von Joseph van Bredael (Antwerpen 1688 – Paris 1739), einem berühmten flämischen Maler aus einer bekannten Antwerpener Künstlerdynastie, der international vor allem für seine italienisch anmutenden Landschaften und Genreszenen bekannt war; insbesondere die Winterlandschaften stellen einen der höchsten Ausdrucksformen seines künstlerischen Schaffens dar

Sein Werk zeichnet sich durch die extreme Detailgenauigkeit aus, die für den Miniaturstil typisch ist.
 Es handelt sich in der Tat um eine typische Komposition des Malers, die mit hoher Qualität und Detailgenauigkeit ausgeführt ist und sich durch eine angenehme, sanfte und zarte Farbgebung auszeichnet. In seinen Kompositionen fehlen nie typische Elemente der flämischen Landlandschaft, wie Windmühlen, Jäger mit Hunden, und auch die Darstellung der auf dem Eis ausgerutschten Frau ist ein typisches anekdotisches Detail, das sich in seinen Werken wiederfindet.


WEITERE INFORMATIONEN:

Das Gemälde ist mit einem ansprechenden vergoldeten Rahmen versehen und wird mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte geliefert.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Sollten Sie den Wunsch haben, dieses oder andere Werke persönlich zu besichtigen, würden wir uns freuen, Sie in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, Viale Giuseppe Canella 18, begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen oder zur Vereinbarung eines Besuchs – wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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