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Natura morta Vanitas con oggetti preziosi, strumenti musicali e disegni

Franciscus Gysbrechts (Anversa, 1649 – Leida 1677 circa)

Franciscus Gysbrechts
(Antwerpen, 1649 – Leiden, um 1677)

Stillleben „Vanitas“ mit vergoldetem Helmkrug, Waschschüssel, Musikinstrumenten und Drucken

Öl auf Leinwand

81 x 57 cm.
Im Rahmen 102 x 78 cm.

D26-173 € 9.500 Informationen anfordern

Das prächtige Stillleben, das wir Ihnen hier präsentieren, wird dem flämischen Maler des 17. Jahrhunderts Franciscus Gijsbrechts (Antwerpen, 1649 – Leiden, um 1677): Es handelt sich um ein klassisches Beispiel einer niederländischen Allegorie, die mit dem Konzept der Vanitas verbunden ist und zum Nachdenken über die Vergänglichkeit materieller Güter und irdischer Freuden sowie über die Vergänglichkeit des Lebens anregt, basierend auf dem biblischen Konzept „Vanitas vanitatum et omnia vanitas“ (Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist Eitelkeit).

Als Sohn des berühmten Malers Cornelis Norbertus Gijsbrechts widmete Franciscus sein Schaffen ganz diesem Genre und wurde zu einem unbestrittenen Meister auf diesem Gebiet. Seine Werke zeichnen sich durch eine meditative und introspektive Atmosphäre aus und hinterließen einen unauslöschlichen Eindruck in der flämischen Kunst der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Wie wir an dem hier ausgestellten Stillleben bewundern können, sind die Werke von Gijsbrechts, die als Symbol des flämischen Barocks gelten, um eine akribisch detaillierte Komposition herum angeordnet, mit einer großen Vielfalt an luxuriösen und erlesenen Gegenständen, Musikinstrumenten, kostbaren Stoffen und anderen Objekten von großem symbolischem Wert.

In unserem Fall stechen im Vordergrund ein prächtiger vergoldeter Krug, der auf einer fein gearbeiteten Silberschale ruht, sowie ein imposanter Becher mit einem reliefverzierten Deckel hervor. Diese Elemente stehen für das „vita voluptaria“ (dem Vergnügen gewidmetes Leben), den materiellen Reichtum und das soziale Ansehen, die dazu bestimmt sind, mit der Zeit zu vergehen.

Im oberen Teil der Komposition sind der Hals und der Resonanzkörper einer Geige zu erkennen: Die Musik symbolisiert die vergänglichen weltlichen Freuden, da der Klang einen Augenblick nach seiner Erzeugung in der Luft verhallt.

Die Objekte ruhen auf einem Tisch, der mit zwei Tüchern bedeckt ist: einem dunkleren, das als Unterlage dient, und einem zweiten aus glänzender, korallenrosa Seide mit goldenen Fransen. Die Lichtkontraste (Hell-Dunkel-Effekte) heben die Falten der Stoffe hervor und betonen den theatralischen Effekt sowie die für den Stil des Künstlers typische dreidimensionale optische Täuschung.

Schließlich sind zerknitterte Bleistiftzeichnungen zu sehen, die leicht über den Tischrand hinausragen, sowie ein geöffneter Uhrenetui mit rotem Innenfutter, Symbol für die unaufhaltsam vergehende Zeit.

Wie in jedem Meisterwerk von Gijsbrechts wird der tiefen und geheimnisvollen Atmosphäre großer Wert beigemessen, in der die Objekte aus der Dunkelheit des Hintergrunds hervortreten und den Betrachter dazu einladen, über die Schönheit und die Zerbrechlichkeit des Daseins nachzudenken.

Auch der Einsatz von Farbe ist ein wichtiger Aspekt seiner Werke: Die Objekte sind mit einer reichen und tiefen Farbpalette gemalt, die vom leuchtenden Gold der Kostbarkeiten über das Weiß des Papiers bis hin zum leuchtenden Rot des Uhrenetuis reicht. In diesem Zusammenhang ist in seinen Werken stets ein Objekt dieser Farbe präsent, das sich vom üppigen Arrangement der Gegenstände abhebt: Sei es beispielsweise eine rote Schleife oder ein Siegel aus rotem Wachssiegel, ein Objekt dieser Farbe kehrt immer wieder als „Signaturmotiv“ zurück und fungiert als eine Art verborgene Signatur des Malers.

Seine Werke befinden sich heute in renommierten europäischen Kunstsammlungen, darunter das berühmte Gemälde „Vanitas“ im Königlichen Museum der Schönen Künste in Antwerpen (KMSKA) und das im Museum der Schönen Künste in Budapest ausgestellte Gemälde.

Auf dem Sammlermarkt erzielen seine seltenen Gemälde beträchtliche Auktionsergebnisse. Wir möchten einige Werke erwähnen, die unserem sehr ähnlich sind:
- Abb. 1 – F. Gijsbrechts, Vanitas, Hampel, 28.9.2017, Los 763
- Abb. 2 - F. Gijsbrechts, Vanitas, Van Ham Fine Art Auctions, 14.11.2024, Los 1213
- Abb. 3 - F. Gijsbrechts, Vanitas, Bruun Rasmussen Bredgade, Dänemark, 01.06.2021, Los 920
- Abb. 4 - F. Gijsbrechts, Vanitas, Hampel, 28.9.2017, Los 761
- Abb. 5 - F. Gijsbrechts, Vanitas, Sotheby's London, 07.5.2020, Los 46
- Abb. 6 - F. Gijsbrechts, Vanitas, Koller Zürich, 7.9.2019, Los 3052




WEITERE INFORMATIONEN:

Das Gemälde wird komplett mit einem schwarz lackierten Holzrahmen verkauft und ist mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte ausgestattet.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Sollten Sie den Wunsch haben, dieses oder andere Werke persönlich zu besichtigen, heißen wir Sie gerne in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, in der Viale Giuseppe Canella 18, willkommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen oder zur Vereinbarung eines Besuchs, wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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