Madonna col Bambino, due angeli e Giovanni Battista
Pomponio Allegri (Correggio, 1522 - Parma, 1593) Attribuibile a
Schule von Antonio Allegri, genannt Correggio (Correggio, um 1489 – ebenda 1534)
Pomponio Allegri (Correggio, 1522 – Parma, 1593) zugeschrieben
Madonna mit Kind, zwei Engeln und Johannes dem Täufer
Öl auf Holz
92 x 69 cm
gerahmt 119 x 96 cm
gerahmt 119 x 96 cm
Das Werk, dessen Format vermuten lässt, dass es für die häusliche Andacht bestimmt war, bietet uns ein reizvolles Zeugnis der emilianischen Kunst der Hochrenaissance, mit deutlichen Anklängen an die Schule von Antonio Allegri, genannt Correggio (Correggio ca. 1489 – ebenda 1534), unbestrittener Meister aufgrund der großen Eleganz seiner Werke, die eine perfekte Balance zwischen farblicher Feinheit und dynamischer Wirkung aufweisen, die durch die Verknüpfung von Gesten und Blicken erzielt wird.
Indem er die Lehre Leonardo da Vincis zur vollendeten Reife brachte, gelang es ihm, die authentischste Verbindung zwischen den verschiedenen Figuren einzufangen; darüber hinaus setzte er sich dank der ausdrucksstarken Sanftheit seiner Figuren und des großzügigen Einsatzes der Perspektive in der Poebene als modernster und kühnster Verfechter der Ideale der Renaissance durch.
Wie wir auch in unserem schönen Gemälde erkennen können, stellte er der Explosion venezianischer Farben und dem römischen Manierismus einen fließenden, leuchtenden Stil von starker emotionaler Wirkung gegenüber.
Bei einer vertieften stilistischen Analyse lässt sich die Urheberschaft leicht Pomponio Allegri zuordnen; insbesondere die Gestaltung der Figur der Jungfrau mit leicht geneigtem Kopf, gesenktem Blick und Körperhaltung erinnert an die von seinem Vater geschaffene „Madonna del latte“ in Budapest, der sie fast wie eine Kopie huldigt.
Die äußerst raffinierte Komposition zeigt die Madonna sitzend mit dem Kind auf ihrem Schoß und wird durch die Anwesenheit zweier Engel bereichert: Der eine hält einen Zweig voller Kirschen in den Händen, der andere reicht dem Kind einen Teil davon – Früchte, die aufgrund der roten Farbe des Blutes der Passion auf die Erbsünde anspielen. Im Hintergrund schließlich, auf der rechten Seite, ist ein junger Johannes der Täufer dargestellt, bereits mit seinen typischen Attributen als Wüsten-Eremit, nämlich dem Kamelpelz und dem Stab mit dem Kreuz.
Ein Detail von purer Poesie ist zudem der Blick, den wir rechts erhaschen können, der mit einer für die damalige Zeit seltenen Kraft und einem Geist der Modernität behandelt ist, gekennzeichnet durch eine leuchtende Farbgebung und ein klares Licht, das den Blick auf ein Dorf und eine eindrucksvolle, hochgelegene Burg freigibt.
Pomponios Werk ist sehr detailreich, da sich in seinen Arbeiten sowohl die formalen Experimente und der Linearismus der letzten Parmenser Manieristen als auch vor allem die ausgesprochen klassizistischen Stilelemente widerspiegeln, die der Kunst seines Vaters Antonio Allegri, genannt Correggio (Correggio ca. 1489 – ebenda 1534), nahe stehen.
Er wurde in der Werkstatt seines Vaters ausgebildet und war dessen Schüler, wenn auch nur für kurze Zeit; seine Werke zeugen von einer klaren Anlehnung an den Geschmack und Stil des Meisters sowie von der Treue zu dessen kompositorischen und typologischen Mustern, was die Abhängigkeit von Pomponios Kunst von der des Correggio belegt.
Pomponios erste Werke lassen sich auf die Mitte des Jahrhunderts datieren, und aus dem Jahr 1546 stammen die Fresken für die Corpus-Domini-Kapelle in der Kirche San Quirino in Correggio. Im Jahr 1555 wissen wir, dass er sich in Reggio Emilia aufhielt, wo er bis zu seinem endgültigen Umzug nach Parma im Jahr 1559 lebte und bei den lokalen Auftraggebern beachtlichen Erfolg hatte.
Auf dem Gemälde, das wir der vollen Reife des Malers zuordnen können, fällt auf, dass die Darstellung der Jungfrau einem für sein Schaffen charakteristischen Modell entspricht, das sich durch eine massive Körperlichkeit und, wie bereits erwähnt, eine für Correggio typische ikonografische Konzeption auszeichnet.
Auch das in dem Gemälde vorgeschlagene Darstellungsschema knüpft an die anmutigen Kompositionen seines Vaters an: Die Figuren, die sich durch eine starre und zurückhaltende Gestik auszeichnen, sind in einer diagonalen Anordnung angeordnet, die durch die Gestalt Marias unterbrochen wird, die fest und unbeweglich in ihrer noch recht zentralisierten Position steht.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Das Werk wird, wie jedes unserer Objekte, mit einem gesetzlich vorgeschriebenen fotografischen Echtheitszertifikat verkauft.
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