Lo studio dell’artista
Gerard Thomas (Anversa 1663-1720) Attribuibile a
Gerard Thomas (Antwerpen 1663–1720)
Zuschreibbar an
Das Atelier des Künstlers
Öl auf Leinwand
99 x 115 cm
Im Rahmen 70 x 86 cm
Das faszinierende Gemälde, das das Innere eines Künstlerateliers darstellt, wird Gerard Thomas (Antwerpen 1663–1720) zugeschrieben, einem flämischen Maler des Spätbarock, der für seine Genrebilder bekannt ist, die Innenräume von Künstlerwerkstätten, Kunstgalerien und Szenen von Alchemisten oder Ärzten in ihren Ateliers darstellen.
Er wurde in Antwerpen geboren, wo er eine Lehre absolvierte und 1688-89 Meister der Lukasgilde wurde, deren Dekan, also das höchste Amt, er später bekleidete.
Dieses Thema ist beeinflusst von der Tradition der Wunderkammern, die sich zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in den Residenzen des Adels und der Intellektuellen verbreiteten, das moderne Konzept des Museums vorwegnahmen und den Wunsch der reichen flämischen Kaufleute weckten, seltene und wertvolle Objekte sowie Kunstwerke aller Art zu sammeln und auszustellen.
Unser schönes Werk, das um die Wende zum 18. Jahrhundert entstanden ist, stellt ein wertvolles Beispiel für seine Produktion dar: Wir sehen einen bedeutenden Künstler in seinem Atelier, umgeben von drei jungen Lehrlingen, die begierig sind, die Geheimnisse des Malerhandwerks zu erlernen, indem sie sich im Malen auf Leinwand und im Zeichnen nach Skulpturen üben.
Eine Version, die in Komposition und Qualität unserem Werk ähnelt, befindet sich in Rom in der Sammlung des Palazzo Doria Pamphilj.
*Gerard Thomas, Das Atelier des Künstlers, Galleria Doria Pamphilj
Rom, Inv./Kat.-Nr. 541
Das Besondere an diesen Gemälden ist die Fülle an Details, mit denen der Maler die Umgebung bereichert und die seinen Geschmack für die Darstellung opulenter, elegant eingerichteter bürgerlicher Räume offenbaren, die sowohl auf den Wohlstand als auch auf die künstlerische Sensibilität der reichen Auftraggeber anspielen.
Die Umgebung ist eine Capriccio aus Objekten, die mit der Kunst und Kultur der damaligen Zeit in Verbindung stehen und gekonnt ausgestellt sind, darunter ein Perserteppich auf dem Schreibtisch, ein wunderschöner Himmelsglobus auf einem Sockel, eine antike klassische Marmorvase mit Reliefverzierungen und viele Skulpturen (man erkennt die Skulpturengruppe mit zwei Ringkämpfern, die auf einem Reliefaltar stehen und an die Skulpturen in den Uffizien erinnern), Zeichnungen und Skizzen, die ungeordnet an verschiedenen Stellen im Raum verteilt sind.
Schließlich ist der Raum mit zahlreichen Gemälden übersät, von denen eines eine „Wildschweinjagd” des flämischen Meisters Frans Snyders ist, der sich auf dieses Genre spezialisiert hatte und vom Maler bewusst als kultivierter Verweis eingefügt wurde.
Diese Objekte sind nicht nur „Signaturen” des Künstlers (das gleiche Detail finden wir auch in anderen seiner Werke wieder), sondern auch Symbole, die den Auftraggeber identifizieren und auf seine soziale Überlegenheit und seinen Reichtum, seine Professionalität, seine Kultur und seine Leidenschaft für die Kunst anspielen, kurz gesagt, Attribute, die seinen „sozialen Status” demonstrieren sollen.
Zum Vergleich seien einige Werke des Meisters genannt, die heute in verschiedenen Museen zu sehen sind, darunter:
- Gerard Thomas, Das Atelier des Künstlers, Galleria Doria Pamphilj (Abb. 1)
- Gerard Thomas, Das Atelier des Malers, Königliches Museum der Schönen Künste Antwerpen (Abb. 2)
- Gerard Thomas, Innenansicht des Ateliers eines Malers, Sotheby's Amsterdam, 09.11.1999, Los 64, (Abb. 3)
- Gerard Thomas, Das Atelier des Künstlers, Sotheby's London, 12.03.1999, verkauft für 58.106 € (Abb. 4)
- Gerard Thomas, Ein Sammler in seinem Atelier, Königliche Sammlung (Abb. 5)
- Gerard Thomas (1663–1720), Atelier des Bildhauers/Der Besuch des Steuereintreibers, Alte Pinakothek München (Abb. 6/Abb. 7)
- Gerard Thomas, Das Atelier eines Bildhauers, Dorotheum Wien, 15.10.1996, Losnummer: 134 (Abb. 8)

(Abb. 3) https://rkd.nl/images/54442
(Abb. 8) https://rkd.nl/images/10783
Das Gemälde befindet sich in einem guten Erhaltungszustand und wird von einem antiken, schwarz lackierten Rahmen begleitet.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Das Werk wird mit einem Echtheitszertifikat und einer ikonografischen Beschreibung verkauft.
Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland und organisieren diesen durch professionelle und versicherte Spediteure.
Sollten Sie den Wunsch haben, dieses oder andere Werke persönlich zu besichtigen, würden wir uns freuen, Sie in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, Viale Giuseppe Canella 18, begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Bitte kontaktieren Sie uns unverbindlich für weitere Informationen.
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