L’Ultima Cena
Pittore toscano del XVII secolo
Toskanischer Maler des 17. Jahrhunderts
Das letzte Abendmahl
Nach Pieter de Witte (um 1548 – 1628)
Öl auf Leinwand
89 x 134 cm
gerahmt 100 x 145 cm
Das vorliegende ansprechende Gemälde, das die Szene des Letzten Abendmahls mit Jesus inmitten seiner Apostel darstellt, ist einem Maler der toskanischen Schule zuzuschreiben, der in der Blütezeit des 17. Jahrhunderts tätig war und gleichzeitig einen starken Bezug zur manieristischen Kultur des 16. Jahrhunderts offenbart.
Dank des eindrucksvollen Themas ist das Werk voller Charme und äußerst interessant.
Die szenische Gestaltung ist äußerst reichhaltig: Christus, der Mittelpunkt der Komposition, ist von den Aposteln umgeben. Zu seiner Linken lehnt Johannes mit geschlossenen Augen seinen Kopf an die linke Schulter seines Meisters, während Petrus zu seiner Rechten tiefe Besorgnis zeigt, nachdem er erfahren hat, dass sein Herr bald verraten werden wird. Judas, im Vordergrund rechts, hält in der rechten Hand den Geldbeutel, der symbolisch für seinen bevorstehenden Verrat steht, und ist der Einzige in der Gruppe, der den Betrachter direkt ansieht.
Betrachtet man das Motiv im Detail, so handelt es sich um eine schöne Ableitung von Pieter de Witte (um 1548 – 1628), genauer gesagt von einem der einflussreichsten flämisch-manieristischen Kompositionsvorbilder der Kunstgeschichte. Obwohl das Originalgemälde verloren gegangen ist, hat sich die kraftvolle Ikonografie erhalten und dank des von demflämischen Kupferstecher Jan Sadeler I. (*) angefertigten Drucks, der diese Komposition bereits zu jener Zeit berühmt machte, in ganz Europa verbreitet.

Dieses Motiv wurde im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Künstlern – nicht nur flämischen – in unzähligen Varianten umgesetzt, die sich getreu an das Vorbild von de Witte anlehnen. Dazu gehört unter anderem das Gemälde des spätrenaissancezeitlichen Hauptaltars von Schleswig-Holstein in der Marienkirche in Flensburg, das 1598 von Jan von Enum (https://de.wikipedia.org/wiki/ Marienkirche_(Flensburg)#/media/Datei:MariaNadverbilledeFlensborg.jpg) sowie die Altarversion, die die Kathedrale von Tórshavn (Dänemark) schmückt und auf denselben Stich zurückgeht; es handelt sich um das Werk eines anonymen flämischen Künstlers aus dem Jahr 1647 (https://en.wikipedia.org/wiki/T%C3%B3rshavn_Cathedral#/media/File:FaroeNadver.jpg).
Doch die Popularität des Vorbilds beschränkt sich nicht auf Nordeuropa: man bedenke, dass de Witte dank der Einflüsse, die er während seines Aufenthalts in der Toskana, genauer gesagt in Florenz in der Werkstatt Vasaris, aufnahm, in jeder Hinsicht als Künstler des „toskanisch-flämischen“ Stils gilt, der den toskanischen Manierismus mit dem nordischen Realismus verbindet, und seine Werke daher von vielen italienischen Malern intensiv studiert, reproduziert und kopiert wurden.
Hinzu kommt die Verbreitung in Italien durch den oben erwähnten Druck von Sadeler: Insbesondere wurde er auf dem toskanischen Markt von Matteo Florimi vertrieben, einem bedeutenden Kunstverleger, der zwischen 1580 und 1613 in Siena tätig war und dafür bekannt war, Nachdrucke oder Drucke auf der Grundlage der Werke der größten europäischen Meister jener Zeit, allen voran eben Jan Sadeler I., neu zu veröffentlichen und zu vermarkten.
Bei genauer Betrachtung unseres Gemäldes lässt sich die hervorragende Ausführungsqualität erkennen: Das Bild besticht durch eine Farbgebung, in der warme Erdtöne, intensive Rottöne, karminrote Rosatöne und olivgrüne Farbtöne dominieren, die durch das Weiß der Tischdecke ausgeglichen werden, das den unteren Teil der Leinwand erhellt.
Die Szene hebt sich durch einen theatralischen, von Caravaggio inspirierten Lichteinsatz von einem dunklen Hintergrund ab, der seitlich auf die Figuren fällt und so die Volumen der Faltenwürfe sowie die Ausdruckskraft der Gesichter betont.
Das Werk befindet sich in gutem Erhaltungszustand und weist alte Restaurierungen auf.
WEITERE INFORMATIONEN:
Die Bilder wurden mit professioneller Fotoausrüstung aufgenommen; daher kann das Gemälde bei unzureichender Beleuchtung dunkler wirken.
Das Werk ist mit einem ansprechenden vergoldeten Holzrahmen versehen und wird mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte geliefert.
Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.
Es ist auch möglich, das Gemälde in unserer Galerie in Riva del Garda zu besichtigen; wir würden uns freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen, um Ihnen unsere Sammlung zu zeigen.
Kontaktieren Sie uns unverbindlich für weitere Informationen.
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