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Il suicidio della regina Sofonisba

Carlo Francesco Nuvolone (Milano 1609 - Milano 1662)

Carlo Francesco Nuvolone (Mailand 1609 – Mailand 1662), zugeschrieben

Der Selbstmord der Königin Sofonisba

Öl auf Leinwand

76 x 60 cm.
Gerahmt 100 x 85 cm.

D26-174 € 6.900 Informationen anfordern

Das vorliegende Gemälde fängt den tragischen Moment ein, in dem Sofonisba, die letzte Königin von Karthago, sich das Leben nimmt, anstatt nach Rom geführt zu werden und dort als Kriegsgefangene vorgeführt zu werden, wodurch sie sich den Römern unterwerfen müsste.

Es handelt sich um ein Thema, das der barocken Malerei aufgrund seines hohen dramatischen Potenzials sehr am Herzen lag und hier durch die Darstellung der Frau betont wird, die in dem Augenblick verewigt ist, in dem das Gift zu wirken beginnt: Ihr Kopf ist in schlaffer Hingabe zurückgelehnt und wird noch von ihrem Arm gestützt, der auf einem prächtigen roten Samtkissen mit Quaste ruht. In ihrer nach unten gereckten linken Hand hält sie den goldenen Becher, aus dem sie gerade das Gift getrunken hat – ein Symbol für ihr äußerstes Opfer.

Die karthagische Königin wird in ihrer ganzen Schönheit dargestellt; sie trägt prächtige Gewänder, ein fein drapiertes weißes Hemd, das teilweise verrutscht ist und die Schulter entblößt, sowie einen Überrock aus Damast mit Blumenmotiven, und ihr Haar ist mit geflochtenen Perlenketten geschmückt, die ihren königlichen Rang unterstreichen.

Ihre Geschichte, eine Geschichte politischer Intrigen und Liebe vor dem Hintergrund des Zweiten Punischen Krieges, machte sie zu einer der berühmtesten und faszinierendsten Frauenfiguren der Antike: Im Laufe der Zeit wurde sie zu einem Symbol für Stolz und Würde, und ihre Tat gilt als Inbegriff des Mutes, was zahlreiche literarische und künstlerische Werke inspirierte.

Sofonisba heiratete Syphax, den König der Numider, um das Bündnis zwischen Karthago und Numidien gegen Rom zu besiegeln. Nachdem Syphax von den Römern und Massinissa besiegt worden war, zog dieser in die Stadt Cirta ein; als er sie sah, war er von ihrer Schönheit so beeindruckt, dass er sich in sie verliebte und sie sofort heiratete, um sie davor zu bewahren, als Gefangene nach Rom gebracht zu werden.

Doch leider verlangte der römische Feldherr Scipio, dass die Frau dennoch nach Rom ausgeliefert werde, um dort als Trophäe in seinem Triumphzug vorgeführt zu werden; und da Massinissa sich dieser Entscheidung nicht widersetzen konnte, sandte er Sofonisba Gift, damit sie sich das Leben nehmen und die Demütigung der Gefangenschaft vermeiden könne.

Der freiwillige Tod stellte den einzigen Weg dar, die königliche Würde und die persönliche Autonomie angesichts der von den römischen Siegern auferlegten Sklaverei zu bewahren.

Die Geschichte von Sofonisba war auch deshalb ein sehr beliebtes Thema, weil sie es den Künstlern ermöglichte, den Kontrast zwischen weiblicher Schönheit und edlem Charakter zu erforschen, was durch eine Erzählung mit starker dramatischer Wirkung noch unterstrichen wurde, die sich auf die tragische Ekstase der Protagonistin konzentrierte.

Das Gemälde ist dem Mailänder Maler Carlo Francesco Nuvolone (Mailand 1609
– Mailand 1662), einem führenden Vertreter des lombardischen 17. Jahrhunderts mit ausgeprägter barocker Sensibilität.

Das Werk weist dessen charakteristische Merkmale auf, mit seiner klassischen, weichen und nuancierten Malweise, die von Murillo beeinflusst ist, sodass er den Beinamen „Murillo der Lombardei“ erhielt; er verwendet weiche Pinselstriche, um eine fast ätherische Atmosphäre um die Figuren herum zu schaffen.

Nuvolones Figuren, insbesondere die weiblichen, zeichnen sich durch eine starke emotionale Komponente und eine melancholische Anmut aus: Die Intimität und die sanfte Sinnlichkeit, die das Gemälde vermittelt, sind ein Kennzeichen der erreichten Reife des Malers und seiner vollständigen Verbundenheit mit der barocken Welt.

Insbesondere wenn wir seine berühmten Kleopatren oder Herodias zum Vergleich heranziehen, weisen diese, wie auch das hier ausgestellte Werk, oft geneigte Gesichter, halb geschlossene Augen und leicht geöffnete Münder auf, wodurch das Heilige und das Profane in einer Ästhetik sinnlichen Leidens verschmelzen.

Der Ausdruck starken Pathos erscheint hier gemildert durch das Streben nach einer idealen Schönheit und einer fesselnden Erzählung, die typisch für die Reifephase von Carlo Francesco sind.

Die Verwendung eines leuchtend roten Kissens, auf dem der Arm ruht, und die metallischen Reflexe des Kelches sind schließlich typische Elemente seiner Kompositionen, die den lombardischen Realismus mit dem Streben nach aristokratischer Eleganz in Einklang bringen. Die kostbaren Details, wie die minutiöse Darstellung der mit Perlen geschmückten Haare und die Luftigkeit der Gewebestoffe des Gewandes, zeugen zudem von der technischen Fertigkeit des Künstlers bei der Wiedergabe der verschiedenen Materialien.


WEITERE INFORMATIONEN:

Das Gemälde wird komplett mit einem antiken Rahmen verkauft und ist mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte ausgestattet.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Sollten Sie den Wunsch haben, dieses oder andere Werke persönlich zu besichtigen, heißen wir Sie gerne in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, in der Viale Giuseppe Canella 18, willkommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen oder zur Vereinbarung eines Besuchs, wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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