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Fima - Federazione italiana mercanti d'arte

Giuditta vittoriosa

Galizia Fede (Milano 1578 ca. - 1630 ca.) Cerchia

Galizia Fede (Mailand, ca. 1578 – ca. 1630)
Umkreis

Die siegreiche Judith

Öl auf Leinwand

116 x 91 cm.
In antikem Rahmen 149 x 125 cm.

D26-048 € 14.900 Informationen anfordern

Das Werk zeigt ein faszinierendes Porträt der Heldin Judith: Siegreich, in der Mitte des Gemäldes, ist die Frau in ihren königlichen Gewändern dargestellt, mit kostbaren Verzierungen und Schmuck, das Schwert noch immer stolz in der Hand umklammert und den Kopf des Holofernes in der anderen Hand haltend.

Dieses ikonografische Motiv war in der Renaissance sehr beliebt, da es dem Zeitgeschmack für die Darstellung starker, oft verhängnisvoller Leidenschaften entsprach und zugleich große moralische Werte verkörperte.

Es handelt sich insbesondere um die biblische Episode der Ermordung des babylonischen Generals Holofernes durch die schöne und mutige jüdische Witwe Judith, die einen listigen Plan ausgeheckt hatte, um ihr Volk von der Fremdherrschaft zu befreien. Die Frau wartete das Ende eines üppigen Banketts ab, das zu Ehren von Holofernes veranstaltet worden war, und nachdem sie ihn verführt hatte, wartete sie, bis der Mann eingeschlafen war, um ihn zu töten. Wir sehen sie hier unmittelbar nach ihrer Tat dargestellt, während die alte Magd Abra der Szene beiwohnt.

Es besteht ein offensichtlicher Widerspruch zwischen der selbstgefälligen Gelassenheit angesichts des erzielten Erfolgs und der Anmut und Ruhe der Frau, deren Kopf im Vordergrund zu sehen ist: Der Künstler hat es nämlich vorgezogen, die Heldin stärker hervorzuheben als die Tat selbst, und lenkt unseren Blick auf die Tugenden Judiths, der es durch ihren Mut gelungen ist, das Böse zu besiegen.

Die Darstellung hat daher einen tiefen symbolischen Wert: Trotz der grausamen Tat, deren Protagonistin sie ist, verkörpert Judith große moralische Werte. Als Symbol der Erlösung dargestellt, die Gott dem jüdischen Volk schenkt, erhebt sie sich auch zum Emblem der Kirche selbst und ihrer erlösenden Rolle, was durch das ätherische Weiß der Haut der Frau, das an Reinheit erinnert, noch unterstrichen wird.

Erwähnenswert sind die Details, mit denen der von ihr getragene Schmuck dargestellt wurde, der ihre Schönheit unterstreicht, wie der Gürtel, der ihre Taille umgibt, oder die mit Edelsteinen und Perlen besetzten Gewänder, ebenso die Haarspange in ihrem Haar und auch der mit großer Kunstfertigkeit gearbeitete Schwertgriff.

Es handelt sich um ein wertvolles Werk, das zwischen dem Ende des 17. und dem Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden ist, noch im Stil des 16. Jahrhunderts und mit unverkennbaren lombardischen Stilmerkmalen, die schon auf den ersten Blick an den Namen Fede Galizia (Mailand, 1578 –1630) heraufbeschwören, einer Barockmalerin, die vor allem für ihre Stillleben bekannt ist, obwohl sie sich auch an Porträts und religiösen Szenen versuchte.

Die Malerin hat sich mehrfach an diesem Sujet versucht; so lässt sich unser Bild, wenn auch in einer überarbeiteten Form, mit der „Judith mit dem Haupt des Holofernes“ in der Galleria Borghese in Rom vergleichen oder mit dem gleichnamigen, signierten und auf 1596 datierten Werk im Ringling Museum of Art in Sarasota (**).

Auch in dem soeben erwähnten Gemälde, ebenso wie in dem hier vorgestellten Werk, richtet sich die Aufmerksamkeit der Malerin nicht auf den dramatischen Aspekt der Szene, sondern verweilt auf dem Porträt Judiths, auf der perfekten Wiedergabe der Gewänder, Stoffe und Schmuckstücke.

Was die Raffinesse betrifft, mit der Fede Galizia diese Details ausarbeitete, wissen wir, dass die Malerin vom Ruf profitierte, den die Werkstatt ihres Vaters Nunzio Galizia erlangt hatte, der sowohl auf die Herstellung von Gemälden und Miniaturen als auch auf die Schaffung prächtiger Festkleider und Theaterkostüme spezialisiert war.

**Judith mit dem Haupt des Holofernes – Galizia Fede (Mailand ca. 1578 – ca. 1630)
1596, Öl auf Leinwand, 120 × 94 cm.
Ringling Museum of Art, Sarasota

WEITERE INFORMATIONEN:

Das Gemälde wird komplett mit einem ansprechenden vergoldeten Rahmen verkauft und ist mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte ausgestattet.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Sollten Sie den Wunsch haben, dieses oder andere Werke persönlich zu besichtigen, heißen wir Sie gerne in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, in der Viale Giuseppe Canella 18, willkommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen oder zur Vereinbarung eines Besuchs, wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

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