Castelbarco

Antiquitätengalerie

Fima - Federazione italiana mercanti d'arte

Ecce Homo

Guido Reni (Bologna 1575 - 1642) bottega

Guido Reni (Bologna 1575–1642), Werkstatt
Ecce Homo

Öl auf Leinwand
59 x 47 cm.
im Rahmen (Mängel und kleine Fehlstellen) 76 x 66 cm.

Herkunft: Auf der Rückseite befindet sich das Etikett „J. A. Butti & Son”, einer historischen Kunst- und Antiquitätengalerie mit Sitz in Edinburgh (7 Queen Street), die zwischen dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert tätig war.

Anmerkungen: Interessantes Detail auf der Rückseite ist das Siegel der „Amministrazione delle Regie Rendite di Firenze“, einer bedeutenden Regierungsbehörde des Großherzogtums Toskana, die zwischen 1786 und 1846 tätig war und mit der Verwaltung der vom Staat beschlagnahmten Güter betraut war. Ab 1786 verfügte Großherzog Pietro Leopoldo (und später die französische Regierung in der napoleonischen Zeit) die Auflösung zahlreicher Klöster und Konvente, und alle Gemälde, Tafeln und wertvollen Kunstgegenstände dieser Einrichtungen wurden inventarisiert und auf der Rückseite mit diesem Siegel gekennzeichnet, um das staatliche Eigentum zu bestätigen, bevor sie verkauft wurden.

D26-184 € 7.500 Informationen anfordern

Das hier angebotene Werk, das das eindringliche Bild des mit Dornen gekrönten Christus darstellt, greift die Ikonografie des „Ecce homo“ auf, die von Guido Reni (Bologna 1575–1642) entworfen wurde – eine seiner bewegendsten Kompositionen, ein in der Laufbahn des Künstlers so oft behandeltes Sujet, das von seinem enormen Erfolg zeugt. Es handelt sich zweifellos um eines der Meisterwerke der Malerei Reni’s, das eine unsterbliche und ideale Schönheit zum Vorschein bringt, ein Werk, in dem die ideale und poetische Größe seines kreativen Genies ihren höchsten und unübertrefflichen Höhepunkt erreicht hat.

Die Figur Christi ist als Halbfigur vor einem hellen Hintergrund dargestellt, bekleidet mit der Dornenkrone, einem Symbol der Königswürde, das ihm die Soldaten während seiner Gefangenschaft aufgesetzt hatten, um ihn zu verspotten. Indem er hier die Aufmerksamkeit auf das Gesicht Christi lenkt, mit leicht geöffnetem Mund und nach oben gerichteten Augen, gelang es Reni, einen Prototyp dieser Komposition zu schaffen, der bis heute sehr bekannt ist und später von seiner Werkstatt in zahlreichen Varianten nachgebildet wurde, die sich nur geringfügig voneinander unterscheiden.

Die engsten ikonografischen Parallelen finden sich zum „Ecce Homo“ im Louvre (Abb. 1, URL: https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010060765), zum Gemälde in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden (Abb. 2, URL: https://skd-online-collection.skd.museum/Details/Index/356046) sowie mit dem der Galleria Corsini in Rom (Abb. 3) und der Pinacoteca Nazionale in Bologna (Abb. 4).

Das Gemälde zeugt von der Fähigkeit des Künstlers, nicht nur die physische, sondern auch die psychologische Darstellung Christi zu vermitteln, der mit nach oben gerichtetem Blick körperlich und emotional erschöpft und leidend wirkt. Dennoch ist sein Bild von einer unbeschreiblichen Anmut geprägt, die durch die Raffinesse der Farbpalette und eine sanfte, einhüllende Leuchtkraft unterstrichen wird.

Was unsere Version betrifft, so handelt es sich um ein Werk, das mit einer solchen malerischen Präzision ausgeführt ist, dass man die Urheberschaft einem der zahlreichen im 17. Jahrhundert tätigen Maler zuordnen kann, die dem Umfeld von Reni angehörten, oder einem seiner Anhänger, der unmittelbar danach tätig war.

In Rom wie auch in Bologna hatte Reni stets viele Schüler und leitete eine der größten und produktivsten Werkstätten Europas, um die große Zahl an Aufträgen bewältigen zu können. Seiner Akademie sollen fast immer nicht weniger als zweihundert Schüler angehört haben: Zu den berühmtesten Schülern Renis zählen Gessi, Simone Contarini, Andrea Sirani und dessen Tochter Elisabetta, Semenza, Domenico Maria Canuti und Cignani. Charakteristisch für fast das gesamte Werk dieser Schüler ist ein weicher, zarter und zerbrechlicher Malstil.

ERHALTUNGSZUSTAND:

Der Erhaltungszustand des Werks ist sehr gut, die Malschicht weist keine Probleme auf, mit vereinzelten kleinen Ausbesserungen, die der Epoche entsprechen. Das Werk ist mit einem schönen Rahmen aus geschnitztem und vergoldetem Holz versehen, der sich in einem recht guten Gesamtzustand befindet, mit Mängeln und Fehlstellen.

WEITERE INFORMATIONEN:

Das Werk wird mit einem Echtheitszertifikat und einer beschreibenden ikonografischen Karteikarte geliefert.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Es ist auch möglich, das Gemälde in der Galerie in Riva del Garda zu besichtigen; wir würden uns freuen, Sie willkommen zu heißen und Ihnen unsere Sammlung von Werken zu zeigen.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich für weitere Informationen.

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