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Ecce homo

Jacopo Ligozzi (Verona 1547 - Firenze 1627) Bottega

Jacopo Ligozzi (Verona 1547 – Florenz 1627)
Werkstatt von

Ecce homo

Öl auf achteckiger Leinwand

118 × 94 cm.
Mit Rahmen 128 × 105 cm.

D26-043 € 8.500 Informationen anfordern

Das „Ecce Homo“, Motiv unseres ausdrucksstarken Gemäldes, ist die Episode aus dem Evangelium, in der Jesus, während er auf sein Urteil wartet und nach der Geißelung, der Menge vom römischen Statthalter Pontius Pilatus vorgestellt wird, der hier an seiner Seite mit einem orientalisch anmutenden Turban dargestellt ist.

Das Gemälde verewigt den Moment, in dem der Erlöser sein endgültiges Schicksal akzeptiert: In seinem Gesicht spiegelt sich nicht nur seine Demütigung wider, sondern auch ein Moment tiefer Selbstbeobachtung und Ergriffenheit. Er wird mit einer Dornenkrone auf seinem langen Haar dargestellt, seiner Kleidung beraubt, mit gefesselten und gekreuzten Händen – ein Hinweis auf seine bevorstehende Kreuzigung auf Golgatha.

„Ecce homo“, was wörtlich „Siehe, da ist der Mensch“ bedeutet, war der Satz, den Pilatus selbst aussprach, um den gegeißelten Jesus zu bezeichnen und sich bei der Menge beliebt zu machen, wohl wissend, dass er einen unschuldigen Mann verurteilt hatte.

Zu seiner Rechten beobachtet ein Soldat in Rüstung Jesus mit strengem Blick, während der Kopf links von Christus der von Barabbas sein soll, dem Mörder, den Pilatus während des Prozesses vor der Kreuzigung anstelle von Jesus Christus freigelassen hatte.

Eine ikonografische Besonderheit ist die glänzende Metallrüstung des Soldaten im typischen Caravaggio-Stil, die im Kontrast zur Verletzlichkeit der nackten und verwundeten Haut Christi steht. Es ist leicht zu erkennen, dass es sich um eine Rüstung aus dem 17. Jahrhundert handelt, ein für die damalige Zeit üblicher Anachronismus, um die Szene für den Betrachter der Zeit aktueller und mitreißender zu gestalten.

Dieses Motiv war im 16. Jahrhundert weit verbreitet und führte zu besonders eindringlichen Werken, die selbst diejenigen zu bewegen vermochten, die Themen mit solch starker emotionaler Wirkung nicht bevorzugten.

Insbesondere bezieht sich das vorliegende Werk auf das berühmte „Ecce homo“ von Jacopo Ligozzi (Verona 1547 – Florenz 1627), einem veronesischen Künstler, der in Florenz am Hof der Medici tätig war und dessen Werk ursprünglich in der Sammlung von Agostino Giusti in Verona aufbewahrt wurde. Die Komposition spiegelt seinen spätmanieristischen Stil und seine fast wissenschaftliche Liebe zum Detail wider, sodass die Veroneser Tradition mit einer für Nordeuropa typischen Präzision verschmilzt.

In unserem Fall handelt es sich um ein sehr interessantes und hochwertiges Werk aus dem frühen 17. Jahrhundert, das einem begabten Künstler aus seiner Werkstatt zuzuschreiben ist.

Das Werk wurde nämlich vom Künstler selbst und seiner Werkstatt in zahlreichen Versionen neu interpretiert, von denen eine, die in der Alten Pinakothek in München (siehe: https://www.sammlung.pinakothek.de/en/artwork/ZMLJr9VLJv/jacopo-ligozzi/ecce-homo ), vielleicht die berühmteste ist.

Der Erfolg des Werks ist zum großen Teil dem wunderschönen Stich von Raphael Sadeler aus dem Jahr 1598 zu verdanken, von dem sich heute ein Exemplar im British Museum befindet (siehe: https://www.britishmuseum.org/collection/object/P_X-1-109 ).

- Abb. 1
Jacopo Ligozzi (1547–1627) – Ecce homo
Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Alte Pinakothek
- Abb. 2
Raphael Sadeler I., Ecce Homo (nach Jacopo Ligozzi)
British Museum, London

WEITERE INFORMATIONEN:

Das Werk wird komplett mit einem ansprechenden Rahmen verkauft und ist mit einem Echtheitszertifikat und einer Garantie ausgestattet.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure. Es ist auch möglich, das Gemälde in der Galerie in Riva del Garda zu besichtigen; wir freuen uns, Sie dort willkommen zu heißen und Ihnen unsere Sammlung zu zeigen.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich für weitere Informationen.

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