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Fima - Federazione italiana mercanti d'arte

Coppia di interni con scende di genere 'Banchetto' e 'Rissa'

Pieter Angillis (Dunkerque, 1685 - Rennes, Ille-et-Vilaine 1734) - firmati

Pieter Angillis
(Dünkirchen, 1685 – Rennes, Ille-et-Vilaine, 1734)

Signatur: das erste signiert „P Angellis F(ecit)“, auf der Basis der Steinsäule unten rechts

a) Bankett mit Konzert
b) Schlägerei

Ölgemälde auf Leinwand, zwei Teile
50 x 59 cm – gerahmt: 62 x 72 cm

Herkunft: Bonhams London, Old Master Paintings, 27. April 2016, Los 95, Schätzung: 8.000/10.000 Euro


D26-052 € 8.800 Informationen anfordern

Die lebhaften und detailreichen Szenen, die in unserem Gemälde-Paar dargestellt sind und jeweils ein fröhliches Festmahl sowie eine während eines Kartenspiels ausgebrochene Schlägerei zeigen, tragen die Signatur von Pieter Angillis (Dünkirchen, 1685 – Rennes, Ille-et-Vilaine, 1734)
 – „P Angellis F(ecit)“, – ein französisch-flämischer Maler des Barock und Rokoko, bekannt für seine Genreszenen und Stadtmärkte.

Genauer betrachtet handelt es sich bei dem ersten Gemälde wahrscheinlich um ein Festmahl oder ein Musikfest, ein typisches Motiv der flämischen Kunst des 18. Jahrhunderts. Die Gruppe von Menschen unterhält sich freundlich um einen gedeckten Tisch herum, in deren Mitte ein Musiker sitzt, der auf der Laute spielt und sich dabei der an der Säule lehnenden Frau zuwendet. Die Komposition umfasst typische Elemente wie Speisen, Haustiere (einen Hund, einen kleinen Affen und einen oben hängenden Papagei) sowie eine große dekorative Vase im klassischen Stil.

Das zweite Werk zeigt hingegen die Aufregung einer Schlägerei zwischen zwei männlichen Figuren, die wahrscheinlich während oder nach einem Kartenspiel entstanden ist – ebenfalls ein häufiges Thema in der Genremalerei jener Zeit, um das bürgerliche oder volkstümliche Leben darzustellen. In der Mitte versucht eine sichtlich besorgte weibliche Figur, den stehenden Mann, der bereit ist, sein Schwert zu ziehen, zu beruhigen, während im Hintergrund andere Personen lebhaft miteinander interagieren und rechts ein Hund die Szene aufgeregt beobachtet.

Es handelt sich um zwei typische Werke von Pieter Angellis, dessen Malerei stark sowohl von seiner Ausbildung in seiner im Süden Frankreichs gelegenen Heimatstadt als auch von seinen Aufenthalten in ganz Europa geprägt war, zunächst in Antwerpen, wo er 1715 Meister der Lukasgilde wurde, dann etwa sechzehn Jahre lang (ca. 1719–1728) im Londoner Stadtteil Covent Garden, in Italien in Rom (1728–1731) und schließlich in Rennes in der Bretagne, wo er großen Erfolg hatte.

Dank dieser ständigen Reisen wurde sein Stil von einer heterogenen Stilmischung geprägt, wobei er es verstand, die flämische Detailtreue von David Teniers dem Jüngeren mit der französischen Eleganz von Antoine Watteau zu verbinden.

Die intelligenten und niemals banalen Kompositionen spiegeln sich in einer eindrucksvollen theatralischen Wirkung wider, die vor allem durch eine narrative Funktion bestimmt wird, die einem meisterhaften Einsatz des Lichts anvertraut ist.

Zum Vergleich führen wir im Folgenden einige Werke auf – entnommen aus dem RKD-Katalog –, anhand derer sich die kompositorischen Details vergleichen lassen: „Elegante Gesellschaft in einem Palast“ aus dem Jahr 1719 und „Musikalische Gesellschaft auf einer Terrasse“; zeigen beide denselben Hund und dieselbe klassische Vase, dann „Ein musikalisches Beisammensein in eleganter Umgebung“ mit dem Papagei, der die Szene von oben beobachtet, und schließlich „Elegante Gesellschaft, die auf der Terrasse spielt“, datiert 1719, als Pendant zum erstgenannten Werk, mit demselben roten Vorhang, der die Szene überragt und ein Steinrelief an der Rückwand verdeckt.

Pieter Angillis, Sotheby's, London, Wichtige britische Gemälde, 13.06.2002, Losnummer: 4 (Abb. 1)
Pieter Angillis, Sotheby's, Meisterwerke und europäische Kunst des 19. Jahrhunderts, 27.01.2017, Losnummer: 487 (Abb. 2)
Pieter Angillis, Christie's, London, Alte Meister, 05.07.2006, Losnummer: 81 (Abb. 3)
Pieter Angillis, Sotheby’s, London, Bedeutende britische Gemälde, 13.06.2002, Los 4 (Abb. 4)


WEITERE INFORMATIONEN:

Die Werke werden komplett mit zwei antiken vergoldeten Rahmen verkauft und sind mit einem Echtheitszertifikat sowie einer beschreibenden Bildbeschreibung versehen.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Es ist auch möglich, das Gemälde in der Galerie in Riva del Garda zu besichtigen; wir würden uns freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen, um Ihnen unsere Sammlung von Werken zu zeigen.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich für weitere Informationen.

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