Allegoria della Musica (la Musa Euterpe)
Pierre Charles Trémolières (Cholet, 1703 - Paris, 1739)
Pierre Charles Trémolières (Cholet, 1703 - Paris, 1739)
Allegorie der Musik (die Muse Euterpe)
Öl auf Leinwand
86 x 112 cm
In originalen lackierten Rahmen cm. 122 x 95 cm.
Das Werk wird von einem Gutachten von Prof. Emilio Negro begleitet
Das Gemälde ist gut erhalten und zeigt eine raffinierte Ikonografie, die von klassischen literarischen Vorbildern inspiriert ist, die mit dem Mythos des Parnass verbunden sind, dem griechischen Berg, auf dem der Tempel von Delphi stand und aus dem das Wasser der berühmten Quelle Castalda sprudelte, die Apollo gewidmet war und von den Musen bevölkert wurde, Quelle der Inspiration und der Poesie.
Auf unserer Leinwand ist eine der legendären Gottheiten dargestellt, die die kreative Leidenschaft inspirierten und im Laufe der Jahrhunderte einen besonderen Einfluss auf die Künste und das Wissen ausübten: In diesem Fall ist Euterpe, die Muse der Musik, dargestellt, die zwischen Blumen und Musikinstrumenten (Zither, Flöte, Dudelsack) auf den Wolken sitzt, leicht bekleidet mit Seide, mit einem Kranz aus Blüten auf dem Kopf, während sie ein aufgerolltes Blatt Papier und einen Notenband hält.
Das gelehrte Motiv und die besonderen Abmessungen des Gemäldes lassen vermuten, dass es sich ursprünglich um einen eleganten „Türüberzug” handelte, der die Boiserie des „Studierzimmers” eines alten Adelspalastes schmücken sollte, der einem Literaten gehörte, der Musik und Kunst liebte.
Was die stilistischen Merkmale dieser Allegorie der Musik betrifft, so weisen sie auf das Werk eines Künstlers der französischen Schule hin, der im 18. Jahrhundert tätig war und über eine elegante, ungezwungene Kreativität und eine glückliche Begabung für Staffeleibilder mit profanen Themen verfügte. Die verführerische Darstellung ist in der Tat von den besten Vorbildern ähnlicher Motive inspiriert, die im Frankreich und Italien der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden sind: allen voran die Kompositionen des französischen Meisters Jean-Baptiste van Loo, von denen unsere Allegorie den raffinierten Stil mit seiner fröhlichen Theatralik übernommen hat.
Sowohl die fließende Malweise mit leuchtenden, aber nuancierten Farben als auch der wirkungsvolle szenografische Schnitt verweisen auf die beste figurative Kultur Frankreichs und Italiens im Zeitalter der Aufklärung, und der Vergleich mit den ähnlichen Werken von Pierre Charles Trémolières (Cholet, 1703-Paris, 1739) ermöglicht es, unser Gemälde mit der Arbeitsweise dieses interessanten Malers in Verbindung zu bringen.
Als talentierter Spross einer Adelsfamilie aus der Loire-Region wurde Trémolières von seinem nahen Verwandten, dem Grafen von Caylus, nach Paris eingeladen, der ihm einen Platz in der renommierten Pariser Werkstatt von Jean-Baptiste Van Loo verschaffte, wodurch er den zweiten Preis des prestigeträchtigen Grand Prix de Rome (1726) gewann und anschließend in die Académie de France in Rom aufgenommen wurde.
Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in der päpstlichen Hauptstadt, mittlerweile berühmt und etabliert, wurde er in seine Heimat zurückgerufen, wo er auf dem Höhepunkt seiner Karriere zum Verantwortlichen für die Dekoration des Hôtel de Soubise, einer der bedeutendsten Pariser Residenzen (heute Sitz des französischen Nationalarchivs), ernannt wurde und neben anderen großen Malern wie François Boucher und Carle Van Loo arbeitete.
1738 stellte er im Salon de Paris erstmals ein schönes Gemälde mit dem Titel „Herkules und Hebe” aus, das später die Wände der oben genannten bedeutenden Adelsresidenz schmücken sollte und sich noch heute im Schlafzimmer des Prinzen befindet.
Pierre-Charles Trémolières, Herkules und Hebe, Paris, Hôtel de Soubise (Zimmer des Prinzen) (Abb. 1)

Diese prestigeträchtigen Aufträge sowie die Anmut seiner Gemälde verschafften ihm einen verdienten Ruhm, der ihn zu einem der gefragtesten Künstler des Pariser Adels und der reichen Bourgeoisie machte.
Zur Untermauerung des vorgebrachten Vorschlags genügt es also, unsere schöne Allegorie nicht nur mit dem eben erwähnten Werk zu vergleichen, sondern auch mit anderen Werken, die dem französischen Meister zugeschrieben werden und in denen die raffinierten Stilelemente, die Pierre Charles Trémolières gewöhnlich verwendete, ebenfalls zum Tragen kommen.
Darunter beispielsweise:
Pierre-Charles Trémolières, Venus und Amor (Louvre, Paris) (Abb. 2)
Pierre-Charles Trémolières, Allegorie der Komödie (The Metropolitan Museum of Art, New York) (Abb. 3)
Pierre-Charles Trémolières, Venus mit Bogen und Köcher und Amor mit Pfeil
(Chritie’s 31.01.2023, Old Master Paintings and Sculpture Online, New York) (Abb. 4)
Pierre-Charles Trémolières, Venus und Cupido (Artcurial, Paris, Frankreich, 08. November 2011) (Abb. 5)
Pierre-Charles Trémolières, Der Triumph der Galatea (Auktion Tajan Paris, 12. Juni 1995) (Abb. 6)
Pierre-Charles Trémolières, Flora und Putto, Privatsammlung (Abb. 7)

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Das Werk wird durch einen ansprechenden antiken Rahmen aus türkisfarben lackiertem Holz ergänzt und wird mit Echtheitszertifikat und ikonografischer Beschreibung verkauft.
Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland und organisieren diesen durch professionelle und versicherte Spediteure. Wenn Sie dieses oder andere Werke persönlich sehen möchten, heißen wir Sie gerne in unserer neuen Galerie in Riva del Garda, Viale Giuseppe Canella 18, willkommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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