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Allegoria della follia umana

Alexander van Bredael (Anversa 1663 – 1720)

Alexander van Bredael
(Antwerpen 1663 – 1720)

Allegorie der menschlichen Torheit (nach einem alten Sprichwort)

Öl auf Leinwand

71 x 97 cm.
Im Rahmen 90 x 121 cm.

D26-233 € 8.500 Informationen anfordern

Dieses faszinierende Gemälde mit satirischen und moralisierenden Anklängen, das dem Flamen Alexander van Bredael (Antwerpen 1663 – 1720) zugeschrieben wird, stellt eine scharfsinnige Allegorie der menschlichen Torheit und der Illusion von Weisheit dar.

Es handelt sich dabei insbesondere um die Umsetzung eines berühmten Stichs aus dem Jahr 1685 von Giuseppe Maria Mitelli (Bologna 1634 – 1718) auf Leinwand; Mitelli war Schöpfer einer Reihe äußerst bekannter Volksdruckserien, die auf der Idee beruhten, Volksweisheiten eine visuelle Gestalt zu verleihen.

Der konzeptionelle Kern des Gemäldes lässt sich aus den beiden Hauptinschriften ablesen, die aus Mitellis Druck übernommen wurden und auch den Titel des Werks bilden: In der ersten oben steht die ironische Widmung „Es ist denjenigen gewidmet, die sich für weise (oder klug) halten“, während in der Mitte auf einer Schriftrolle die Inschrift „Fast alle bekommen sie, die einen mehr, die anderen weniger“ hervorsticht, die satirisch auf die Anfälle von Wahnsinn anspielt, die wahllos jedem Menschen zuteilwerden, ohne Ausnahme.

Die Szene, die sich in einer hügeligen Landschaft entfaltet, die von einer befestigten Festung dominiert wird, ist von einer chaotischen Vielzahl von Figuren bevölkert – Männer und Frauen aller sozialen Schichten, zu Fuß und zu Pferd –, die mit Stangen, Ästen und Stöcken herbeieilen und versuchen, das Abbild eines Halbmondes (traditionelles Symbol für Unbeständigkeit und Wahnsinn) zu treffen, das an einem Baum hängt.

Man könnte ein ganzes Buch schreiben, um die bizarre Ikonografie dieses Gemäldes zu erörtern, doch wir werden uns so weit wie möglich darauf beschränken, die wichtigsten Aspekte zu analysieren. Wir stehen vor einer komplexen Komposition mit zahlreichen Figuren und allegorischen Symbolen, die gemeinsam darauf hindeuten, dass sich alle Menschen, selbst diejenigen, die sich für besonders weise halten, hin und wieder verrückt oder lächerlich verhalten.

Auch heute noch bezeichnet die Redewendung „mit einem Stock nach dem Mond schlagen wollen“ jemanden, der versucht, etwas unendlich Fernes mit völlig unzureichenden Mitteln zu erreichen; sie bedeutet also, ein unmögliches und sinnloses Unterfangen zu wagen und dabei seine Kräfte zu verschwenden.

Der Mond ist in der kulturellen und literarischen Tradition seit jeher das universelle Symbol für Wahnsinn, Seltsamkeiten und menschliche Extravaganzen.

Unter dem Mond bewegt sich eine chaotische Menge von Figuren, die streiten, grotesk tanzen, einander hinterherjagen und sich absurd verhalten. Niemand bleibt davon verschont: Das Leben ist ein großes Theaterstück, in dem der Wahnsinn jeden von uns ereilt, „dem einen mehr, dem anderen weniger“, wie das Sprichwort sagt.

Das Werk ist gespickt mit geheimnisvollen und faszinierenden Figuren von starkem symbolischem Wert, darunter: die Frau mit einer Maske (sie symbolisiert Falschheit oder Vortäuschung), ein Mann, der sich mit einem Stein auf den Kopf schlägt (dies deutet auf den inneren Konflikt hin, den man ausmerzen möchte), ein Mann, der versucht, einen Lorbeerkranz zu ergreifen, der auf dem Ast des Baumes liegt (was auf den Hunger nach Ehrgeiz anspielt). Die Männer schließlich, die sich mühsam vorwärtsbewegen und dabei schwere Holzstämme tragen, stehen als Metapher für absurde und kräftezehrende Unternehmungen, die sich der Mensch selbst auferlegt.

In der flämischen Maltradition waren bildliche Darstellungen von Sprichwörtern und Redewendungen jener Zeit sehr beliebt, um über menschliche Torheiten nachzudenken (man denke an die Serie, die Pieter Bruegel diesem Thema gewidmet hat), und viele Werkstätten, darunter die der Van Bredaels, bedienten sich zu diesem Zweck Drucke und Stiche als Vorlage.

Sammler jener Zeit (und der folgenden Jahrhunderte) waren von diesen Gemälden begeistert, da sie den Spaß am Entdecken absurder Details mit einer tiefgründigen moralischen Lehre verbanden.


WEITERE INFORMATIONEN:

Das Gemälde wird durch einen ansprechenden vergoldeten Rahmen ergänzt.

Das Werk wird zusammen mit einem Echtheitszertifikat und einer beschreibenden ikonografischen Karte verkauft.

Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren diesen sowohl innerhalb Italiens als auch ins Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen; wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können das Gemälde auch in unserer Galerie in Riva del Garda besichtigen; wir freuen uns, Sie dort willkommen zu heißen und Ihnen unsere Sammlung zu präsentieren.

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